Zucht
Diese Gimpelart zählt zu den am leichtesten zu züchtenden Finken überhaupt.
Balz:
Bei der Balz umhüpft das Männchen das auserwählte Weibchen und lässt dabei seinen Gesang hören. Beim Höhepunkt der Balz wirft das laut singende Männchen den Kopf zurück, stellt den Schwanz fast senkrecht auf und lässt die Flügel herabhängen ("U"-Pose). Das Weibchen verhält sich dabei meist indifferent. Mit der zunehmenden Paarbindung finden häufig Kopulationen statt; das Weibchen wird nun auch regelmäßig vom Männchen gefüttert.
Nest:
Die Vögel beginnen ab etwa Mitte Mai mit dem Nestbau. Das Nest wird vom Weibchen aus verschiedenen Pflanzenfasern, Haaren, etc. frei in einem Busch o.ä. angelegt. Es kann innerhalb eines Tages fertig gestellt werden. Die Vögel nehmen auch gern Kanariennistkörbchen, Halbnistkästen, mit Tannengrün verkleidete Drahtkörbchen oder Sabelsche Nistklötze an. Bei der Nistplatzwahl ist der Vogel auch in der amerikanischen Heimat ausgesprochen flexibel und brütet sogar an Gebäuden.
Gelege:
In der Außenvoliere erfolgt die Eiablage etwa ab Mitte/Ende
April. Das Gelege besteht in der Regel aus 4-5 weißen, leicht dunkel
gefleckten Eiern (19-21mm lang), die allein vom Weibchen bebrütet werden.
Während der 12-14 Tage dauernden Brutzeit wird das Weibchen häufig vom Männchen
gefüttert. Nur das Weibchen brütet. Nestkontrollen nehmen die Vögel im Allgemeinen
nicht übel. Durchschnittlich finden 2-3 Jahresbruten statt.
Aufzucht:
Die Jungen schlüpfen nach etwa 12 - 14Tagen. Sie werden zunächst ausschließlich vom Weibchen, später von beiden Eltern gefüttert. Während der Fütterungsphase sollte besonders abwechslungsreiches Futter gereicht werden. Lebendfutter ist nicht erforderlich und wird meist nur zögernd angenommen. Nach etwa 6-7 Wochen sind die Jungen selbstständig. Das Alterskleid tragen die Jungen etwa nach 4 Monaten. In ihrer Heimat tragen auch diesjährige Männchen bereits das rote Erwachsenenkleid. Junge männliche Vögel, die in Deutschland zum Verkauf angeboten werden, weisen keinerlei Rotfärbung auf, sondern sind an den entsprechenden Federpartien allenfalls ocker - orangefarben. Dieser Umstand rührt daher, dass die Tiere, die zur Ausstellungszwecken gezüchtet werden, nur in diesem fälschlicherweise als immatur bezeichnetem Kleid ausgestellt werden dürfen. Sofern man den Vögel vor der ersten Mauser weder carotin- noch chlorophyllhaltiges Futter reicht, entwickeln sie nicht die ausgeprägte karminrote Färbung.
