Herkunft/Verbreitung
Ursprünglich stammt der
Hausgimpel aus Mexiko und dem Südwesten der
Vereinigten Staaten von Amerika. Zwischenzeitlich hat er sich jedoch -mit
Ausnahme einiger Regionen Zentralamerikas- über den gesamten nordamerikanischen Kontinent
und dabei sogar bis Südwest-Kanada ausgebreitet. Der Vogel besiedelt dort
sämtliche Klimazonen von den gemäßigten Breiten bis hin zu Halbwüsten. Im Osten der USA (New York)
wurden um 1940 einige Exemplare von Vogelhändlern ausgesetzt, die dort die
Basis für die Ausbreitung nach Süden und Westen bildeten. In seiner Heimat ist
der Mexikanische Karmingimpel Teilzieher. Bis in die 1990er
Jahre hat sich der Karmingimpel aufgrund seiner vergleichsweise unspezifischen
Habitatansprüche (halboffene, Baum- und Buschlandschaften, Parks, Gärten,
Vororte etc.) in rasender Geschwindigkeit neue Lebensräume erschlossen. Dieser
Gimpel zählt zu den häufigsten Vogelarten auf dem gesamten Nordamerikanischen
Kontinent.
Seitdem
scheinen die Bestände in vielen Regionen wieder abzunehmen. Grund hierfür ist
eine sich rasch ausbreitende bakterielle Infektion der Augen, die vielfach zum Tode
führt. Bei in Gefangenschaft lebenden Vögeln in Europa ist diese Erkrankung
bislang jedoch nicht aufgetreten.
In der Bundesrepublik Deutschland sind bereits entflogene Vögel gesichtet
worden. Im Jahr 2003 ist ein Pärchen in der Nähe von Augsburg gefangen und
beringt worden. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass die Vögel aufgrund der
Ähnlichkeit mit dem europäischen Karmingimpel quasi übersehen werden.